Maik Klingenberg ist ein Langweiler und galt auch schon als Psycho in seiner Klasse. Er lebt mit seinen Eltern in einem schicken Berliner Vorort. Doch die Idylle trügt. Die Mutter ist schwer alkoholabhängig, der Vater, der krampfhaft versucht seine Immobilienfirma über Wasser zu halten, fährt lieber mit der Assistentin in Urlaub als mit seiner Familie. Zu allem Unglück ist Maik auch noch in seine Mitschülerin Tatjana verknallt, die ihn allerdings links liegen lässt und nicht mal zu ihrer Geburtstagsparty einlädt.
Da kommt Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, ein Russlanddeutscher, der es von der Sonderschule auf Maiks Gymnasium geschafft hat, mit seiner verrückten Idee eines gemeinsamen Urlaubs in einem geklauten Lada gerade recht.
Doch bevor die beiden in den unbekannten Osten aufbrechen, fahren sie noch zu Tatjanas Geburtstagsparty – unangemeldet und mit dem selbst gemalten Beyoncé Bild von Maik als Geschenk.
Der gemeinsame Urlaub der beiden erinnert an einen Road-Movie. Immerhin sind die beiden ständig auf der Flucht vor der Polizei. Doch während ihrer ganzen Fahrt lernen sie seltsame, aber auch stets nette Menschen kennen, die ihnen helfen.
Als die Fahrt dann mit einem Unfall auf der Autobahn endet, muss Maik feststellen, dass er in Tschick einen Freund gefunden hat, wie er ihn noch nie hatte und dass die Welt doch nicht so schlecht ist, wie angenommen.
Zitat aus Buch: Die Welt ist schlecht und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden. Das hatten mir meine Eltern erzählt. Und das Fernsehen erzählt es auch. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war.
Witzig, aber auch nachdenklich kommt dieses Buch daher. Mit scheinbar junger Sprache, die irgendwie nachklingt, obwohl grammatisch nicht korrekt. Dieses Buch macht Laune und kann ich jedem nur empfehlen.





