Elisabeth Sturm ist ziemlich sauer, weil sie mit Ihren Eltern aufs Land ziehen muss. Weg von Köln, weg von ihren Freunden. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie in ihrer neuen Umgebung viel mehr sie selbst sein kann, als in Köln. Außerdem ist da noch Colin, ein junger Mann, der irgendwie ein magische Anziehungskraft auf sie ausübt. Doch dieser verhält sich widersprüchlich ihr gegenüber. Manchmal gibt er sich mir ihr ab, dann wieder schickt er sie fort. Als er eines Tages mit Elisabeths Vater zusammentrifft endet diese Begegnung mit Hausarrest für Elisabeth und ein Verbot Colin je wiederzusehen. Um die Gründe dafür zu erhalten, trifft Elisabeth sich mit Colin, der ihr erzählt, dass ihr Vater ein Halbblut ist – ein halber Nachtmahr. Nachtmahre sind Wesen, die ihre Energie aus den Träumen glücklicher Menschen ziehen und diese dann depressiv und desolat zurücklassen. Zurück zu Hause sucht Elisabeth Beweise für Colins Aussagen und findet tatsächlich Tagebuchaufzeichnungen und führt ein aufklärendes Gespräch mit ihren Eltern. Colin seinerseits ist auch ein Nachtmahr, der sich aber einen Rest seiner Seele bewahrt hat und von den Träumen der Tiere ernährt. Doch seine Mutter möchte ihm auch noch diesen letzten Rest rauben und als Colin und Elisabeth sich näher kommen, bewirkt das Glück der beiden, dass sie Colins Witterung wieder aufnehmen kann. Eine Jagd beginnt.
Ein komisches Buch. Zuerstmal ist der Charakter der Elisabeth ein sehr seltsamer. Sie ist eher ein asozialer Mensch, tut eigentlich den ganzen Tag nichts, als müde zu sein und seltsame Träume und Phobien zu haben. Selbst die Gefühlsentwicklung zu Colin ist nicht richtig beschrieben. Elisabeth kann offensichtlich in die Gedanken/Träume von Colin gucken, sie wundert sich darüber aber nicht und es wird auch nicht erklärt warum das so ist. Die Geschichte an sich finde ich okay, aber es sind zu viele ungeklärte Dinge drin, der Hintergrund der Wesen der Nachtmahr wird zu schwammig erzählt und erklärt. Das Ende des Romans ist außerdem seltsam. Erst möchte Elisabeth sterben, wenn sie nicht mit Colin zusammen sein kann, dann plötzlich hat sie die “Größe” ihn ziehen zu lassen. Alle Charaktere sind eher oberflächlich beschrieben. Das große Finale fällt eher lasch aus, oder ist hier noch eine Fortsetzung geplant?
Außerdem stimmte die Inhaltsbeschreibung auf der Umschlagklappe nicht mit dem wirklichen Inhalt überein. Da hat der Verlag das Buch mit einer interessanteren Version des Buches beworben. Schade, wieder einmal hätte man aus der Geschichte mehr machen können.
Edit: Ja, es gibt noch zwei Nachfolgeromane zu diesem Buch – Bd. 2 = Scherbenmond, Bd. 3 = Dornenkuss.





